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Die Flusslandschaften des Jahres seit 2000
Die "Flusslandschaft des Jahres" wird seit dem
Jahr 2000 von den NaturFreunden Deutschlands
zusammen mit dem Deutschen Angelfischerverband für jeweils zwei Jahre
ausgelobt. Der Titel soll auf die ökologische, ökonomische und
sozialkulturelle Bedeutung der Flüsse und der sie umgebenden
Landschaft aufmerksam machen. Ausgezeichnet werden Flüsse, die
entweder besonders gefährdet sind oder an denen hervorragende
Renaturierungsmaßnahmen stattfinden. Um die komplexen ökologischen
Zusammenhänge des jeweiligen Fließgewässers mit seiner Umwelt zu
erfassen, wird explizit eine Flusslandschaft gewürdigt und nicht
allein der Fluss.
Bisherige Flusslandschaften des Jahres:
| Jahr |
Flusslandschaft |
| 2000 - 2001 |
Die Gottleuba |
| 2002 - 2003 |
Die Ilz |
| 2004 - 2005 |
Die Havel |
| 2006 - 2007 |
Die Schwarza |
| 2008 - 2009 |
Die Nette |
| 2010 - 2011 |
Die Emscher |
| 2012 - 2013 |
Die Helme |
| 2014 - 2015 |
Die Argen |
| 2016 - 2017 |
Die Trave |
| 2018 - 2019 |
Die Lippe |
| 2020 - 2023 |
Die Weiße Elster |
| 2024 - 2025 |
Die Stepenitz |
| 2026 - 2027 |
Die Murg |
Die Murg (Baden-Württemberg) ist die Flusslandschaft der Jahre 2026
- 2027
Die Murg in Baden-Württemberg ist die Flusslandschaft der Jahre 2026 /
2027. Mit der gemeinsamen Auszeichnung würdigen die NaturFreunde
Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband (DAFV)
Renaturierungserfolge, Fortschritte bei der Umsetzung der
EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Entwicklung des sanften Tourismus
im Murgtal.
Alle zwei Jahre rufen die NaturFreunde Deutschlands und
der Deutsche Angelfischerverband eine gemeinsame Flusslandschaft der
Jahre aus, um die Bevölkerung für die ökologische, wirtschaftliche und
soziokulturelle Bedeutung der Flüsse und der von ihnen durchflossenen
Landschaften zu sensibilisieren. Im Kampagnenzeitraum werden vor Ort
Maßnahmen für Schutz, Renaturierung und Durchgängigkeit unterstützt
sowie naturnahe Wander- und Erholungsgebiete gefördert.
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Die Murg entsteht aus zwei größeren Quellbächen bei der
Gemeinde Baiersbronn. |
| Das Murgtal bei Huzenbach |
Bild: © Guido de Kleijn |
Die Murg - ein Schwarzwaldfluss mit vielen Gesichtern
In den tiefen Wäldern der Kernzone des Nationalparks Schwarzwald
entspringen die beiden größten Quellbäche Rotmurg und Rechtmurg,
vereinigen sich dann in einem breiten Wiesental und nehmen im Verlauf
weitere Bäche auf. Ab Baiersbronn folgt der Fluss einer engen
Waldschlucht, in der er an einen alpinen Wildfluss erinnert.
| Die Teufelsmühle ist ein Berg (908 m)
im Nordschwarzwald. |
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| Bild: © Guido de Kleijn |
Rotmurg - Teufelsmühle - Nordschwarzwald |
Im mittleren und unteren Murgtal strömt die Murg wieder
deutlich sanfter, wird vielerorts von Gewerbekanälen begleitet und in
der Rheinebene bei Rastatt schließlich zu einem begradigten Flusskanal
zu werden.
Einer der vielseitigsten und interessantesten
Flusslebensräume in Deutschland
Die Murg ist ein rechter
Nebenfluss des Rheins. Sie fließt vom Nordschwarzwald in die
Oberrheinische Tiefebene und mündet nach 80,2 Kilometern nordwestlich
von Rastatt in den Rhein. Dabei überwindet die Murg mehr als 800
Höhenmeter und ihr Einzugsgebiet umfasst 617 Quadratkilometer.
Die
jüngere Geschichte dieser Flusslandschaft wurde stark geprägt von der
Industrialisierung, wobei die damit verbundenen Eingriffe in den Fluss
bis heute spürbar sind. Noch vor 150 Jahren war die Murg das
bedeutendste Lachsgewässer in Baden. Mit der Industrialisierung verkam
der Fluss jedoch zu einer Ablaufrinne für Industrieabwässer, wurde
gestaut und im Unterlauf zudem in ein starres Bett gezwängt. Als Folge
nahm der einstige Fischreichtum stark ab und der Atlantische Lachs
verschwand gänzlich.
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Der Charakter der Murg reicht von einem wilden
Gebirgsfluss bis zu einem ruhigen Tieflandgewässer. |
| Rotmurg - Wasserfälle |
Bild: © Guido de Kleijn |
Das Murgtal und der Schwarzwald ist ein Hotspot der Tierwelt.
Einige Vogel-, Säugetier-, und Fischarten wollen wir hier,
unter dem Begriff - Tierwelt entlang und Murg, vorstellen.
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Der Kolkrabe (Corvus corax)
Nach der fast
vollständigen Ausrottung der Art im 19.Jahrhundert, hat der
Kolkrabe angestammte Siedlungsvorkommen wieder besiedelt. Auch
ich war hocherfreut, als der Kolkrabe nach Unterfranken,
Anfang der 2000er Jahre, zurückkam.
| Der Kolkrabe ist der größte Singvogel der Welt -
er ist ein Meister der Lüfte (Bild: © Gunther Zieger) |
Er ist nicht nur ein Meister der Lüfte und sein
pfeifender Flügelschlag ist oft weit zu hören. Da er auch Aas
nicht verschmäht gilt er auch als "Gesundheitspolizist".
Kolkraben unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht (nach§ 2
BJagdG) und haben eine ganzjährige Schonzeit.
Im
Schwarzwald ist der Kolkrabe nach seiner Ausrottung um 1900
wieder fest etabliert und zwar in Teilen, felsiger Täler und
weiter Waldgebiete. In Baden-Württemberg soll es aktuell etwa
600 BP geben. Für Deutschland sind (Stand 2023) ca. 15.000 -
22.000 BP angegeben.
Ordnung: Sperlingsvögel
Unterordnung: Singvögel
Familie: Rabenvögel
Gattung: Raben und Krähen
Art: Kolkrabe (Corvus corax) |
Die Unterscheidung der Geschlechter im Freiland ist
äußerst schwierig. Beide Geschlechter haben das komplett
schwarze Gefieder. Männchen sind etwas größer als die
Weibchen. Aber während der Brutzeit brütet nur das Weibchen,
allerdings wird das Weibchen vom Männchen gefüttert.
| Jahrhundertelang wurde der Kolkrabe überall in
Europa, Asien und Teilen Afrikas verfolgt. (Bild: ©
Gunther Zieger) |
Wissenswertes & Interessantes:
Die
Geschlechterunterscheidung bei Kolkraben ist im Freiland
äußerst schwierig. Beide Geschlechter haben ein komplett
schwarzes Gefieder. Die Männchen sind etwas größer als die
Weibchen. Der Schnabel des Männchen ist etwas wuchtiger als bei
den Weibchen. Nur ist dies schwierig aus einer Entfernung zu
unterscheiden. Aber: Während der Brutzeit brütet nur das
Weibchen, während das Männchen das Weibchen füttert.
Vogelexperten sind der Meinung, dass der Kolkrabe, sowie die
anderen Mitglieder der Rabenvögel zu den "intelligentesten"
Vögeln gehören.
Der wissenschaftliche Name Corvus
corax, setzt sich aus dem lateinischen Corvus und dem
griechischen Corax zusammen:
Beides bedeutet Rabe. Die erste
Silbe Kolk, seines seit dem 16.Jahrhundert deutschen Namens
ist vermutlich, lautmalerisch, dem Ruf des Vogels geschuldet.
Der Begriff "Rabeneltern" für die Kolkraben, sowie den
anderen Mitgliedern der Rabenvögel, ist biologisch gesehen
absolut irreführend und falsch.
Die Kolkraben sind
dafür bekannt als fürsorgliche Eltern in der Brutpflege. Die
Elterntiere kümmern sich aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs,
wärmen und füttern den Nachwuchs rund um die Uhr.
Kolkrabeneltern passen die Auspolsterung des Nestes den
Außentemperaturen an. Sie verwenden entweder wärmendes
oder kühlendes Material für die Brut.
Merkmale Kolkrabe:
Länge: bis zu 64 cm.
(Mäusebussard -57 cm)
Flügelspannweite: ca. 120 -
150 cm; Gewicht: 900 - 1300 g.
Brutzeit: Februar
bis März; 1 Jahresbrut.
Gelegegröße: 2 - 6
hellblaue, grünlichblaue, gesprenkelt mit hellgrauen
oder schwarzbraunen Klecksen oder Flecken, glatt und
glänzende Eier. Die Eier können variieren innerhalb
eines Geleges. Brutdauer: 19 - 21 Tage.
Nestlingszeit: mindestens 40 Tage. Weibchen hudert bis
18 Tage. Beide Partner füttern und bringen Wasser.
Lautäußerung: Ein tiefes und weittragendes "krok" oder
ein "kroa". Verhalten: gesellig. Kolkraben sind
ihrem Partner lebenslang treu und bleiben fest in
einem Revier. Nahrung: überwiegend Aas, auch kleine
Säuger, Frösche und Würmer. Es ist aber auch bekannt,
dass Junghasen und Jungtiere attackiert werden.
Lebenserwartung: bis zu 12 Jahren im Freiland. In
Gefangenschaft wesentlich älter. Das Gefieder ist
glänzend schwarz und schimmert an manchen Stellen
bläulich, purpurn und grün. Der Schwanz des Kolkraben
ist lang und keilförmig. |
Nach Renaturierungen kehrte der Lachs zurück und der
Fischreichtum
Reaktivierte Auen und Hunderttausende
Lachsbrütlinge: Seit den 1990er Jahren - und verstärkt seit
Beginn der 2000er Jahre im Kontext der Europäischen
Wasserrahmenrichtlinie - wurden an der Murg zahlreiche
Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt. Wehre und
Kleinwasserkraftanlagen wurden für Wanderfische passierbar
gemacht, Gewässerstrukturen verbessert, Auenbereiche
reaktiviert und Mindestwasserregulierungen wasserrechtlich
festgelegt. Parallel dazu wurde die Gewässerbelastung durch
verbesserte Abwasserbehandlung und die Verminderung des
Wärmeeintrags deutlich reduziert.
| Die Murg zählt zu den
vielseitigsten Flusslandschaften Deutschlands. |
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| Bild: © Guido de Kleijn |
Die Murg im Herbst - Naturschauspiel |
Besonders im Unterlauf wurde das Flussbett
strukturreicher gestaltet und unter anderem Flussinseln
angelegt, Deiche zurückgebaut und Überflutungsbereiche
geschaffen. Und nicht zuletzt wurden im Rahmen von
Wiederansiedlungsprogrammen mehrere hunderttausend
Lachsbrütlinge ausgesetzt. Das Wanderfischprogramm wird im
Land Baden Württemberg vom Landesfischereiverband
Baden-Württemberg umgesetzt.
Tiere entlang und in
der Murg
Der Lachs (Salmo salar)
Der Lachs verbringt
einen Großteil seines Lebens im Meer und jagt kleine
Fische, die die kalten Gewässer des Nordatlantik
bevölkern. Wenn er schließlich zur Fortpflanzung in
seine Heimatflüsse zurückkehrt, hat er sich in einen
glitzernden Riesenfisch verwandelt.
| Atlantischer Lachs - Jungfisch - wachsen
im kühlen, klaren Süßwasser der Laichflüsse
heran (Bild: © Naturfoto Frank Hecker) |
Ein junger Lachs ernährt sich anfangs von
kleinen Wassertieren, wie Insekten und Schnecken. Bei
einer Nahrungsknappheit und tiefen Temperaturen kann
es vorkommen, dass der Jungfisch bis zu acht Jahre in
seinem Heimatfluss verbleibt. In anderen wärmeren
Gewässern begeben sie sich manchmal schon ein Jahr
nach dem Schlüpfen auf ihre Wanderschaft. Lachse
laichen in der Regel im Winter im seichten Kiesbett
kühler, sauerstoffreicher Flüsse. Dabei gräbt das
Weibchen eine Mulde, indem sie Steine mit dem Schwanz
beiseite schiebt und eine ca. 30 Zentimeter tiefe Mulde
im Kies anlegt. Männchen und Weibchen schwimmen
nebeneinander her, legen gleichzeitig Eier und Samen
in die Vertiefung ab und bedecken die befruchteten
Eier.
| Ordnung |
Familie |
Gattung |
Art |
| Lachsartige |
Lachsfische |
Salmo* |
Atlantischer Lachs |
* Salmo ist eine Gattung der Knochenfische aus der
Familie der Lachsfische. Der Gattung gehören neben
Salmo salar mit der Forelle ein beliebter Speisefisch an.
Zum Laichen kehrt der Lachs fast immer zu dem
Fluss zurück, in dem er geschlüpft ist. Wie er das
schafft, seinen Weg durch etwa 2000 Kilometer Ozean zu
finden, war lange Zeit ein großes Rätsel. Der Lachs
orientiert sich am Erdmagnetfeld und gegen, Ende der
Reise scheint er sich aber überwiegend auf seinen
hochentwickelten Geruchssinn zu verlassen. Er erkennt
den Geruch seines Heimatflusses.
Lebenszyklus
des Atlantischen Lachses
Laich: 10.000 bis etwa
40.000 Eier von etwa bis sieben Millimeter Länge
werden abgelegt.
Larve: Sie bleibt an den
Dottersack geheftet, von dem sie sich ernährt.
Sälmling: Nach dem Verlassen des Kiesnests ernährt
sich der junge Lachs, siehe oben, von Insektenlarven,
Würmern und anderen kleinen Tieren im Wasser.
Junger Lachs: Mit etwa zehn Zentimter Länge verändert
der junge Lachs seine Lebensweise. Er jagt größere
Fische. Die Körperzeichnung verändert sich, damit er
besser getarnt ist, wenn er auf Jagd geht.
Blanklachs: Auf dem Weg zum Meer färbt sich der Lachs
silbern.
Laichen: Das Weibchen gräbt mit dem
Schwanz ein Nest und legt die Eier ab, die
gleichzeitig vom Männchen besamt werden. Der Prozeß
des Laichens (an mehreren Stellen) kann gut zwei
Wochen andauern.
| Ausgewachsner Lachs hier ein Männchen mit
dem Laichhaken (Bild: © Naturfoto Frank
Hecker) |
Der Laichhaken ist eine markante, hakenartige
Verformung des Unterkiefers bei männlichen Lachsen,
die als sekundäres Geschlechtsmerkmal kurz vor der
Laichzeit im Süßwasser entsteht.
Manche
männlichen Junglachse bleiben in den Heimatflüssen und
werden dort erwachsen. Wenn die Weibchen vom Meer
zurückkehren, drängeln sich diese klein gebliebenen
Männchen häufig dazwischen und besamen die Eier, bevor
die großen Lachsmännchen kommen.
Auf ihrem Weg
flußaufwärts fressen geschlechtsreife Lachse nicht.
Dass sie trotzdem nach Angelködern schnappen, liegt
daran, dass ihr Beißreflex erhalten bleibt.
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Aufgrund dieser Maßnahmen haben sich sowohl die
Gewässerstruktur und die Wasserqualität, als auch der
Fischreichtum der Murg in den letzten 20 bis 30 Jahren deutlich
verbessert. Zwar werden die Bestände von vor der
Industrialisierung noch nicht wieder erreicht. Doch im Jahr
2024 konnten bereits wieder insgesamt mehr als 37 Fischarten
in der Murg nachgewiesen werden. Und auch der Lachs - ein
wichtiger Indikator für die Durchgängigkeit von Flüssen -
kehrt wieder regelmäßig zurück in die Flusslandschaft der
Jahre 2026/27.
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Die 1778 erbaute Holzbrücke in Forbach ist ein
einzigartiges technisches Denkmal im Schwarzwald. Als
Wahrzeichen des Ortes gilt sie mit knapp 40 Metern
Länge als eine der meist fotografierten
Sehenswürdigkeiten des Murgtals. Sie ist eine der
längsten und ältesten überdachten Holzbrücken Europas. |
| Die Forbacher Murgbrücke -
ein Stück lebendiger Geschichte im Murgtal |
Bild: © Heinz Zoller / Naturfreunde Rastatt |
Weiter flussaufwärts fließt die Murg durch die Stadt
Gernsbach, im Landkreis Rastatt, Nordschwarzwald. Die Stadt
Gernsbach hat mit den Stadtteilen rund 14.700 Einwohner. Die
im Murgtal gelegene Stadt erstreckt sich über 82
Quadratkilometer mit der Kernstadt und mehreren Stadtteilen.
Sehenswert die Altstadt, Schloss Eberstein und das Murgtal.
| Ansicht von Gernsbach um 1800 (Stich: ©
Stadtarchiv Gernsbach) |
Gernsbach wird 1219 erstmals erwähnt, erhält noch in
der ersten Hälfte des 13.Jahrhunderts Stadtrechte und wird
endgültig mit dem Bau von Burg Neueberstein (heute Schloss
Eberstein, erbaut um 1270) zum Zentrum des mittleren Murgtals
zwischen Gaggenau und Forbach. Stadtherren sind zunächst die
Grafen von Eberstein, die sich ab 1387 die Herrschaftsrechte
mit den Markgrafen von Baden teilen müssen.
| Die Murgpartie in Gernsbach mit Flößen - Ende des
19.Jahrhunderts (Aufnahme: © Stadtarchiv Gernsbach) |
Der Holzhandel und die damit verbundene Flößerei auf
der Murg sorgen noch im späten Mittelalter für Wohlstand. Die
in Gernsbach ansässige "Murgschifferschaft" (ältestes Statut
von 1488) ist eine bis heute existierende Genossenschaft von
Waldbesitzen, die bis in das 19.Jahrhundert gemeinsame
Sägewerke betreiben und die Flößerei organisieren. Ausdruck
des Reichstums der Murgschiffer ist das "Alte Rathaus", erbaut
1617/18 als Palais der Schifferfamilie Kast. Nach dem
Aussterben der Ebersteiner in männlicher Linie 1660 tritt das
Bistum Speyer in deren Herrschaftsrechte ein. 1803 fällt die
Stadt mit dem Reichsdeputationshauptschluss vollständig an
Baden.
| Luftbild von Hugo Moser - Stadt Gernsbach um 1959
(Aufnahme: © Stadtarchiv Gernsbach) |
Aus dem Holzhandel entwickelt sich in der zweiten
Hälfte des 19.Jahrhunderts in Gernsbach die Holz- und
insbesondere die Papierindustrie. Letztere prägt Gernsbach bis
heute als bedeutender Produktionsstandort für Spezialpapiere
und Kartonagen und insbesondere als zentraler Ausbildungsort
für Deutschland und die Schweiz und als Sitz bedeutender
Verbände der Papierindustrie.
Vielen Dank an Frau Melanie
Mußler, Gernsbach und an Herrn Wolfgang Froese, Stadtarchivar
Gernsbach für den Text und die Möglichkeit die obigen drei
Bilder zeigen zu dürfen.
Abwechslungsreich ist
nicht nur der Fluss, sondern auch das Murgtal selbst. Die
Kombination aus breiten Wiesentälern, Streuobstwiesen,
brachliegenden Weinbergen, Steinbrüchen, Blockhalden,
Heideflächen naturnahen Buchenwäldern und sogar einen
Esskastanienwald bildet eine sehr struktur- und artenreiche
Landschaft.
Tiere entlang der Murg
Der Dreizehenspecht (Picoides tridactylus)
Im Namen wird deutlich, dass diese Spechtart eine Zehe
fehlt. Die erste Zehe ist reduziert, weil sie dem
Dreizehenspecht beim Klettern am Stamm nicht nützlich
ist. Der Dreizehenspecht ist der einzige europäische
Specht mit nur drei Zehen (zwei nach vorne, eine nach
hinten), während fast alle anderen Vögel vier
besitzen. Dies ermöglicht ihm ein effizienteres
Klettern, in alten Nadelwäldern, wo er Totholz
bewohnt.
| Der Dreizehenspecht (Picoides tridactylus)
kommt auch in den Nadelwäldern des
Schwarzwaldes vor (Bild: © Mathias Putze) |
Der Dreizehenspecht ist bei uns in Deutschland
eine seltene und spezialisierte Vogelart, deren
Vorkommen eng an totholzreiche Nadel- und Mischwälder
gebunden ist (deswegen auch "Urwaldspecht"). Seine Bestandsgröße, für Deutschland,
wird mit ca. 1.500 - 2.900 BP angegeben. Seine
Hauptvorkommen konzentrieren sich auf die Alpen, das
Alpenvorland, Bayerischer Wald, Schwarzwald (die Art
war hier 1924 ausgestorben), sowie Teile des
Erzgebirges und des Harzes.
Der Dreizehenspecht
ist etwas kleiner als der Buntspecht, hat schwarze
Flügel und einen weißen Rücken. Neben den Weibchen von
Klein- und Grauspecht ist der Dreizehenspecht de
einzige Specht in Europa ohne Rot im Gefieder. Das
Männchen hat ein gelbes Scheitelfeld (s.oben).
Klasse: Vögel
Ordnung: Spechtvögel
Familie: Spechte
Unterfamilie: Echte
Spechte
Art: Dreizehenspecht |
Der Dreizehenspecht brütet vor allem in
naturnahen Fichtenwäldern und auch in
fichtendominierten Mischwäldern mit vielen toten und
absterbenden Bäumen, in denen er nach Larven und
Puppen von Borkenkäfern, Bockkäfer und Holzwespen
sucht. Da der Dreizehenspecht jedes Jahr eine neue
Höhle in einem kranken oder toten Nadelbaum zimmert,
werden diese in Folgejahren gerne von Sperlingskäuzen,
oder anderen höhlenbewohnenden Tieren,
übernommen.
| Dreizehenspecht - hier ein Weibchen - in
der Roten Liste Deutschland wird die Spechtart
als gefährdet = 3 eingestuft. (Bild: © Mathias
Putze) |
Merkmale Dreizehenspecht
Größe:
ungefähr einer Amsel;
Länge: ca. 22 cm;
Flügelspannweite: bis 35 cm.
Gewicht: 60 -
75 g. Stimme: ist weniger ruffreudig als
der Buntspecht. Einzelruf tief und gedämpft
"güg" Männchen und Weibchen trommeln ratternd.
Brutzeit: Ende Mai oder Anfang Juni, 1
Jahresbrut.
Gelegegröße: 3 - 6 weiße,
glatte und mäßig glänzende Eier.
Brutdauer:
11 Tage.
Nestlingszeit: 22 - 25 Tage. Auch
nach dem Ausfliegen werden die Jungspechte
noch bis zu 4 Wochen von den Elterntieren
versorgt. Die meisten Dreizehenspecht sind
Standvögel und verbleiben das ganze Jahr über
im Revier. |
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Das Untere Murgtal und seine Seitentäler - ein
europäisches Naturschutzgebiet (Natura 2000) - lassen sich
hervorragend auf drei Natura Trails erkunden. Natura Trails
sind Wandervorschläge der NaturFreunde durch
Natura-2000-Gebiete. Die Murgtal-Trails sind als
zusammenhängende Tageswanderungen konzipiert, beginnen und
enden flussnah an Bahnhöfen (Gaggenau, Gernsbach, Weisenbach,
Forbach), führen aus dem Tal immer wieder auf die Höhen und
dabei gerne auch an NaturFreundehäusern vorbei, in denen
übernachtet werden kann.
| Auch die Wasseramsel hat ihr Refugium an der Murg
gefunden (Bild: © Guido de Kleijn) |
Mit der Murg haben wir eine Flusslandschaft
ausgezeichnet, die beispielhaft zeigt, wie ökologischer,
sozialer und kultureller Wert eines Gewässers Hand in Hand
gehen. Die Murg steht nicht nur für eine beeindruckende Natur
und artenreiche Lebensräume, sondern auch für das Engagement
der Menschen vor Ort, die sich für ihren Schutz und ihre
nachhaltige Nutzung einsetzen. Als Deutscher
Angelfischerverband sehen wir es als unsere Verantwortung,
diese Erfolgsgeschichten sichtbar zu machen und gemeinsam mit
Partnern weiterhin für gesunde, durchgängige und lebendige
Flüsse in Deutschland zu arbeiten", sagt der Präsident des
DAFV, Klaus-Dieter Mau.
| Die Murg - ökologisch wertvoll für viele seltene
Fisch-, Amphibien-, Vogel- und anderen Tier- und
Pflanzenarten (Bild: © Heinz Zoller / NaturFreunde
Rastatt) |
Tiere entlang der Murg
Der Auerhahn (Tetrao urogallus) - Charaktervogel
des Schwarzwaldes
Bei den Auerhühnern
unterscheiden sich Männchen und Weibchen sehr
deutlich. Der größere Auerhahn ist schwärzlich
dunkelgrau bis dunkelbraun gefärbt mit einem
glänzenden grünen Brustschild. Die Auerhenne ist etwa
ein Drittel kleiner. Das Gefieder der Auerhenne ist
oberseits braun und hat schwarze bis silberne
Querbänder, unterseits ist sie heller, gelblicher,
gefärbt. Beide Geschlechter haben einen weißen Spiegel
am Bug der Schwingen. Vor allem im Winter sind die
Füße befiedert. Über den Augen besitzen beide
Geschlechter eine nackte, leuchtend rote Hautstelle,
diese wird Rose genannt.
| Das Auerhuhn ist die größte Art in der
Familie der Raufußhühner. Trotz seines
Gewichts übernachtet es im Winter auf Bäumen,
denn Auerhühner sind Standvögel. (Bild: ©
Naturfoto Frank Hecker) |
Das Auerhuhn lebt in nadelbaumreichen, lichten
Wäldern mit Bodenvegetation, z.B. Heidelbeerkraut,
denn die Beerensträucher sind elementar wichtig für
die Nahrungsversorgung dieser Hühnervögel. Das
Auerhuhn ist ein Pflanzenfresser, das im
Sommerhalbjahr sich fast ausschließlich von
Heidelbeerblättern und deren Beeren ernährt. Daneben
werden noch Knospen von Bäumen und Sträuchern
aufgenommen. Die Jungtiere sind zunächst auf
Insektenkost angewiesen, da sie tierisches Eiweiß
benötigen. Im Winter werden Nadeln und Knospen, von Tanne,
Kiefer und Fichte sowie der Buche aufgenommen.
Ordnung: Hühnervögel
Familie:
Fasanenartige
Tribus: Raufußhühner
Gattung: Auerhühner
Art: Auerhuhn |
Der Auerhahn ist der größte Hühnervogel
Europas und in Deutschland vom Aussterben bedroht.
Vorkommen in Deutschland gibt es in den Alpen, dem
Schwarzwald, sowie dem Bayerischen Wald. Eines seiner
großen Vorkommen hat der Hühnervogel im Schwarzwald,
allerdings nur noch mit ca. 114 balzenden Hähnen
(2021). Nach Angaben aus dem Jahr 2024 hat sich die
Zahl der Auerhühner leicht stabilisiert, jedoch auf
niedrigem Niveau. Der Gesamtbestand für Deutschland
wird auf ca. 750 bis 1.200 BP geschätzt.
| Das um ein Drittel kleinere Weibchen hat
schwarze und silberne Querbänder (Bild: ©
Naturfoto Frank Hecker) |
Auerhühner sind Bodenbrüter. Das Nest wird
ausschließlich vom Weibchen gebaut. Dieses Nest ist
gut geschützt in einer Vertiefung unter einem kleinen
Strauch oder Baum. Das Nest wird aus Materialien
gebaut, dass das Weibchen in unmittelbarer Nähe
findet, wie: Rinde, Laub, Moss oder Farnen. Das
Weibchen legt 5 - 11 Eier. Diese werden in einem
Abstand von 24 bis 48 Stunden gelegt. Die Auerhenne
beginnt unmittelbat mit dem Brüten, wenn das letzte Ei
gelegt wurde.
Die Auerhahnküken sind in ihrer
frühesten Jugend ähnlich gefärbt wie das Muttertier
und haben eine schwarze Kopfplatte. Später, ab August
verändert sich die Färbung zunehmend in die Richtung
ihres späteren Aussehens.
Merkmale des Auerhuhns
Größe: wie
die einer Gans
Länge: 60 - 90 cm;
Flügelspannweite: 80 - 125 cm:
Gewicht:
3900 - 4300g beim Männchen - 1700 - 2000g
beim Weibchen.
Brutzeit: Mitte April - Ende
Juni; zumeist eine Jahresbrut (ein Nachgelege
ist jedoch möglich)
Gelegegröße: 5 - 11
hell gelbliche mit gewöhnlich feinen gelblich
grauen bis rötlichbraunen Tupfen, matt
glänzende, Eier.
Brutdauer: 24 - 26 Tage
Nestlingszeit: Nestflüchter, erste Flüge mit 2
- 3 Wochen; ab ca. 3 Monaten sind sie dann
selbstständig. Auerhennen versorgen die
Jungen nicht direkt mit Futter (wie bei
Singvögeln üblich), sondern führen die
Nestflüchter zu den Nahrungsquellen. |
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| Die Schwarzenbachtalsperre
wird wegen großer Renovierungsarbeiten, in 2026,
vollständig entleert. |
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| Bild: ©
Kunstprojekt-becoming-river |
Die Schwarzentalbachsperre bei Forbach im Murgtal
ist der größte Stausee im Nordschwarzwald |
"Im Zuge der Klimaanpassung gewinnen
Renaturierungsmaßnahmen in Flusslandschaften zunehmende an
Bedeutung, weil durch sie Extremwetterereignisse wie
Starkregen und Dürren besser abgefedert werden können. Die
Murg bietet hier hervorragende Beispiele", so Joachim Nibbe,
Mitglied des Bundesvorstands der NaturFreunde Deutschlands.
"Die neue Flusslandschaft der Jahre 2026 / 2027 zeigt, wie
notwendig die Umsetzung der EU-Verordnung zur
Wiedereherstellung der Natur und der EU-Wasserrahmenrichtlinie
für den Erhalt von Ökosystemen sind".
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Weisenbach, erstmals im Jahre 1336 im Lehnsbuch
des Bistums Speyer erwähnt, ist eine historisch im
Murgtal verwurzelte Gemeinde. |
| Blick auf Weisenbach an der
Murg ehemals forstwirtschaftlich geprägt |
Bild: © Heinz Zoller / NaturFreunde Rastatt |
Das Murgtal mit seiner reizvollen und
abwechslungsreichen Landschaft ist auch ein attraktives
Naherholungsgebiet, in dem viel für den sanften Tourismus
getan wird.
Bevor die Murg bei der Gemeinde
Steinmauern (Landkreis Rastatt) in den Rhein mündet, fließt
sie inmitten der Stadt Rastatt. Die Murg, sie ist ein
Naherholungsbereich mitten in der Stadt. Vor allem im Sommer
laden die alten Kastanien- und Lindenbäume entlang des
Dammweges zu einem schattigen Aufenthalt ein. Und bei einer
Rast auf einer der Bänke gibt es viel zu entdecken. Denn durch
die Renaturierung bietet die Murg eine einmalige Vielfalt für
Pflanzen und Tiere. So sind Schwäne, Graureiher oder Störche
nur einige der vielen Tierarten, die sich an der Murg
aufhalten.
| Der Flutende Wasserhahnenfuß
(Ranunculus fluitans) benötigt saubere,
nährstoffreiche und fließende Gewässer. Er wurzelt am
Grund von Bächen und Flüssen, von dort er seine bis zu
6 Meter lange Stängel bildet. |
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| Bild: © Stadt Rastatt /
Isabelle Joyon |
Die Murg - Stadt Rastatt - mit flutendem
Wasserhahnenfuß |
| Die Verbreitung der Höckerschwäne (Cygnus olor)
beschränkte sich ursprünglich hauptsächlich auf
Nordosteuropa und Teile Asiens. Heute sind sie auf
unseren Gewässern etabliert. Der Bestand in
Deutschland wird mit 14.000 - 19.500 BP angegeben. Sie
erreichen ein Alter von 16 bis 20 Jahren. Die Weibchen
sind kleiner als die Männchen. Die Körperlänge kann
145 - 160 cm betragen. Die Flügelspannweite 200 - 240
cm. Das Gewicht 10 - 12 kg. (Bild von: © Gunther
Zieger) |
Rastatt wurde schon im Jahr 1084 erstmals urkundlich
als "Rastetten" in einer Handschrift des Klosters Hirsau
erwähnt. Die Siedlung entwickelte sich später, um 1700, unter
Markgraf Ludwig Wilhelm zur barocken Residenzstadt mit einem
Schloss nach Versailler Vorbild. Zur Stadt wurde Rastatt um
1700 erhoben. Das Wochenmarkt-Privileg um 1404.
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Die Badener Brücke ist eine wichtige
Straßenbrücke, die über die Murg führt. In ihrer
Nähe befinden sich historische Brücken aus der Zeit
der Bundesfestung Rastatt (1842-52). |
| Murg - Rastatt - Badener
Brücke |
Bild: © Stadt Rastatt / Heike Bornhäußer |
| Der Graureiher (Ardea cineria) - Graureiher brüten
in Kolonien überwiegend auf Bäumen. Ihre Nester fügen
sie aus Zweigen und Ästen zusammen. Oft sind sie auf
Wiesen und Äckern zu sehen, wo sie Jagd auf Feldmäuse
machen. (Bild: © Raimund Linke) |
Zweieinhalbmeter breit, durchgängig gleich hoch und
mit Bänken und Mülleimern versehen. So sehen alle bereits
sanierten Abschnitte des Murgdamms aus. Jährlich saniert die
Stadt mindestens einen Wegeabschnitt und baut ihn damit
barrierefrei aus. Zudem ist die Murg Teil des
Landesgartenschaukonzeptes 2036. Im Zuge dessen soll die
Aufenthaltqualität entlang der Murgdammwege weiter verbessert
werden.
Ein Highlight sind die
naturnahen Rheinauen, die durch das LIFE+-Projekt
aufgewertet wurden. Ein wertvoller Naturraum ist
die Murg, die durch die Stadt fließt. |
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| Bild: © Stadt Rastatt /
Isabelle Joyon |
Rastatt - Murg - Blick zur Badener Halle |
| Der Weißstorch (Ciconia ciconia) dessen Nordgrenze
entlang der Ostseeküste verläuft, ist nach der Roten
Liste Deutschland eine gefährdete Art. Der Weißstorch
kommt in offenen Landschaften wie Flussniederungen,
auf extensiv genutzten Weiden und Wiesen vor.Sein
Nahrungszettel besteht vom Regenwurm über Mäuse und
Fischen bis zu Schlangen. (Bild: © Gunther Zieger) |
Residenzschloss Rastatt
Seit über 300 Jahren
ist Schloss Rastatt, auch das "Badische Versailles" genannt,
der prunkvolle Mittelpunkt der Stadt. Es gilt als eines der
schönsten Barockschlösser Deutschlands. Beim Bau des
dreiflügeligen Schlosses und des Schlossgartens Anfang des
18.Jahrhunderts orientierten sich Markgraf Ludwig Wilhelm und
Markgräfin Sibylla Augusta an der Architektur von Schloss
Versailles. Auch die Adelspaläste in Wien dienten als Vorbild.
Heutzutage ist das Schloss ein beliebtes Ausflugsziel, das
Rastatt seinen barocken Charme verleiht.
Schloss
Favorite
Schloss Favorite im Rastatter Ortsteil Förch
ist das einzige fast unveränderte erhaltene Porzellanschloss
in Deutschland. Einst diente es Markgräfin Sibylla Augusta
als Sommerresidenz. Heute zieht es mit seiner
Porzellansammlung zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.
Die idyllische Parkanlage im Stil eines Landschaftsgartens
lädt zum Erholen oder zu einem Spaziergang zwischen den alten
Bäumen und dem Schwanenweiher ein.
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Rastatt engagiert sich aktiv für den Umweltschutz
mit dem Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden. |
| Murg - Stadt Rastatt - im
Winter |
Bild: © Stadt Rastatt / Isabelle Joyon |
Eine erhebliche Herausforderung stellt die
PFAS-Belastung im Grundwassere dar. (PFAS = ist eine Gruppe
von über 10.000 künstlichen Industriechemikalien, die extrem
wasser-, fett- und schmutzabweisend sowie sehr langlebig
sind).
Stadtentwässerung Rastatt
Die
Stadtentwässerung ist für eine sichere und umweltgerechte
Entsorgung des Abwassers zuständig. Ihre Hauptaufgaben
umfassen das Sammeln, Ableiten und Reinigen von Schmutz- und
Regenwasser aus dem Stadtgebiet, um den Gewässerschutz zu
gewährleisten. Dies beinhaltet die Unterhaltung des
Kanalnetzes und der zugehörigen Anlagen.
Im zweijährigen Kampagnenzeitraum haben
NaturFreunde und Angler an der Murg viel vor. Unter anderem
wollen sie naturnahe Umweltbildung und gewässerökologische
Seminare veranstalten, öffentlichkeitswirksame
Naturschutz-Aktionen durchführen und viele öffentliche
Wanderungen, Kanu- und Radtouren organisieren. Zudem werben
die Kampagnenpartner auch intensiv verbandsintern, die neue
Flusslandschaft der Jahre 2026 / 2027 wandernd und angelnd zu
entdecken sowie Gremiensitzungen und Vereinstreffen oder
Freizeiten an der Murg zu organisieren.
Vielen Dank
an Frau Rita Trautmann, von den NaturFreunden Deutschlands
e.V., Bundesgeschäftsstelle Berlin, für die Möglichkeit den
Pressetext und Bilder der Flusslandschaft der Jahre 2026/27 zu
bekommen und zeigen zu dürfen. Bilder von: Herrn Guido de
Kleijn, Herrn Heinz Zoller von den NaturFreunden Rastatt.
Vielen Dank an Frau Melanie Mußler, Sachgebietsleitung der
Stadt Gernsbach, Herrn Wolfgang Froese, Stadtarchivar der
Stadt Gernsbach, für einen Text über die Geschichte der Stadt
Gernsbach und die Möglichkeit die übersendeten Aufnahmen aus
dem Stadtarchiv Gernsbach zeigen zu dürfen. Vielen Dank an
Herrn Jonas Mozer von der Stadt Rastatt für die Möglichkeit
Informationen über die Stadt Rastatt online stellen zu können
und die Möglichkeit die Bilder von der Stadt Rastatt / Frau
Isabelle Joyon und Frau Heike Bornhäußer veröffentlichen zu
dürfen. Vielen Dank auch an
die Naturfotografen Herrn Gunther Zieger, Herrn Mathias Putze,
Herrn Raimund Linke
und Naturfoto Frank Hecker für die Aufnahmen.
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Wenn Sie mehr erfahren wollen, auch über die NaturFreunde
Deutschlands e.V. dann unter:
www.naturfreunde.de
Ebenso beim Dachverband der
Deutschen Angelfischer, dem Deutschen Angelfischerverband e.V.
www.dafv.de
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