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Fledermausarten auf der Roten Liste
Es beeindruckt einen immer wieder, wenn man in der
Dämmerung die Fledermäuse bei der Jagd nach Insekten
beobachten kann. Sie heißen Mausohr, Hufeisennase,
Abendsegler, Wasserfledermaus oder Bartfledermaus. Sie
lieben die Dämmerung und sind die einzigen Säugetiere,
die aktiv fliegen können.
Auch wenn Fledermäuse in den letzten Jahren, zumindest
was ihre Akzeptanz in der Öffentlichkeit angeht, große
Fortschritte gemacht haben und die Zahl der Menschen, die
sich für ihren Schutz engagieren, stetig wächst, muss
noch viel getan werden, erklärt Oda Wieding,
Artenschutzreferentin vom LBV Bayern in Hilpolstein.
Damit spielt die Biologin auf die nach wie vor
beängstigende Bestandssituation bei den sensiblen
fliegenden Säugetieren an.
Trotz des gestiegenen Interesses an den nächtlichen
Insektenjägern hat sich nämlich eines nicht verändert:
Immer noch werden alle 24 bayerischen Fledermausarten auf
der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt.
Unsere heimischen Fledermäuse ernähren sich
ausschließlich von Insekten, das Bild vom gefährlichen
Blutsauger ist vollkommen fehl am Platz. Die Fledermäuse
sind ausgesprochen nützlich, z.B. die Zwergfledermaus
schnappt bis zu 500 Mücken in einer Stunde und außerdem
mag sie Blattläuse.
Die Kreisgruppe Würzburg im LBV stellt hier einige
heimische Arten vor:
Die Zwergfledermaus
Die Zwergfledermäuse sind bei uns eine typische Art der
Siedlungen und Städte. Sie bevorzugen als Quartiere
Spalten an Gebäuden und zwar als Sommer- und
Winterquartier. Ihre Jagdlebensräume sind die
Hinterhofgärten, Parks oder Straßenzüge der Städte,
aber auch Obstgärten, reich strukturierte
Kulturlandschaft und Waldränder im ländlichen Raum. Sie
jagt in wendigen und oft die Höhe wechselnden Flug um
Baumkronen oder entlang von Gebüschen. Da
Straßenlaternen mit ihrem Licht Insekten anziehen,
können wir auch hier häufig die Zwergfledermaus
beobachten.
Die Ortungsrufe der Zwergfledermaus liegen bei etwa 50
kHz und klingen "zwitschernd".

Zwergfledermaus
Interessantes & Wissenswertes
Das Fell der Zwergfledermaus ist auf der
Oberseite rot-, kastanien- oder dunkelbraun; gelegentlich
treten auch einmal Teilalbinos auf mit gelblichem Fell
und weißlichen Flügelhäuten.
Zwergfledermäuse hat man schon an allen möglichen Orten
gefunden; in Vorhängen, Vasen, unter Bodenbrettern und
sogar zwischen den Scheiben von Doppelfenstern hat man
sie entdeckt.
Die Rufe
der Zwergfledermaus (Jagd neben einer
Hecke im Sommer bei
Sonnenuntergang)
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