Die Wasserpflanzen des Jahres seit 2003
Gekürt vom Förderkreis-Sporttauchen
| Jahr |
Wasserpflanze |
wissenschaftlicher Name |
| 2003 |
Die Krebsschere |
Stratiotes aloides |
| 2004 |
Südlicher Wasserschlauch |
Utricularia australis |
| 2005 |
Vielstachlige Armleuchteralge |
Chara polyacantha |
| 2006 |
Die Seekanne |
Nymphoides peltata |
| 2007 |
Großes Nixenkraut |
Najas marina |
| 2008 |
Gemeiner Schwimmfarn |
Salvinia natans |
| 2009 |
Durchwachsenes Laichkraut |
Potamogeton perfoliatus L. |
| 2010 |
nicht gekürt |
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| 2011 |
Die Wassernuss |
Trapa natans |
Die Wassernuss ist die Wasserpflanze des Jahres 2011
Die Wassernuss, auch Wasserkastanie genannt, ist eine einjährige
Wasserpflanze, die mit einem langen, dünnen Stängel am Gewässergrund
verankert ist. Sie gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz
als stark gefährdet und wird auf der Roten Liste (Art 2) geführt,
da sie in vielen Gebieten vom Aussterben bedroht oder bereits
ausgestorben ist. Sie steht in Deutschland seit 1987 unter Naturschutz.
In den von ihr bevorzugten stehenden sonnenwarmen Gewässern kommt sie in
geselligen Schwimmblattbeständen vor.
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Die Blätter sitzen an einem luftgefüllten Hohlstiel
und sind an der Unterseite mit Borsten behaart.
Im Frühjahr sind die Schwimmblätter olivgrün, später im Jahr
verfärben sie sich violettbraun. |
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Die
Wassernuss, auch Wasserkastanie genannt |
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Die Wassernuss ist eine krautige Pflanze, die in stehenden Gewässern
vorkommt. Liegt die Wassertemperatur an mehr als 160 Tagen über 10 Grad
Celsius, wächst sie optimal auf Schlammböden in ein bis zwei Metern
Tiefe. Bei Beschattung oder Gewässerverschmutzung geht der Bestand
schnell zurück. Ihre Blattstiele haben Schwimmkörper, so dass die
fächerförmigen Laubblätter rosettenartig an der Wasseroberfläche
schwimmen. Die Blätter tauchen jedoch erst im Juni auf, im Herbst
verfärben sie sich rot und sterben dann ab.
Die Wassernuss blüht von Juli bis August, und öffnet rund acht
Millimeter große, weiß gefärbte Blüten, aus denen sich drei bis fünf
Zentimeter Steinfrüchte, dunkelbraun, mit vier Kelchdornen entwickeln,
mit dem sie sich im Seegrund verankern kann und einen weißen Kern
enthält, der zu 20% aus Stärke besteht.
Die reifen Nüsse werden von Wasservögeln sowie von
Fischottern und Bibern verbreitet.
Auch den Menschen dienten die Früchte seit der Steinzeit als
Nahrung |
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Die
Wassernuss ist eine Rote-Liste-Art 2 = stark gefährdet |
Die reifen Nüsse werden von Wasservögeln und amphibischen Tieren wie
Fischottern oder Bibern verbreitet. Auch den Menschen dienten die
Früchte seit der Steinzeit als Nahrung. Bis etwa 1850 wurden die Früchte
in Seen geerntet, vom Menschen gegessen und sogar an Haustiere
verfüttert. In ruhigen, gewundenen Flussläufen der Auen war die
Wassernuss eine geläufige Pflanze. Erst durch Regulierungsbauten,
Flussbegradigungen und den dadurch ausgelösten Rückgang der
Wassertierpopulationen begann ihr Bestand zu sinken.
Die Wassernuss ist im Mittelmeergebiet, in Mittel- und Osteuropa sowie
Mittel- und Südasien, auf Taiwan, Japan und in Mittelafrika zu finden.
Verwendung
Archäologische Untersuchungen finden insbesondere in Osteuropa große
Mengen von Wassernüssen, die die umfangreiche Verwendung in der
Ernährung spätestens seit dem Neolithikum belegen.
Die Frucht der Wassernuss ist essbar, muss jedoch erhitzt werden, um die
Giftigkeit abzubauen. In Japan heißt die Pflanze hishi und wurde
auch in der Volksheilkunde eingesetzt, eine medizinische Wirkung ist
jedoch bisher nicht eindeutig wissenschaftlich belegt.
Wenn Sie mehr über den "Förderkreis Sporttauchen" erfahren möchten, hier
der Link:
http://foerderkreis-sporttauchen.de
Vielen Dank an Herrn Wolfgang Arnhof vom Förderkreis Sporttauchen e.V. für die zur
Verfügung gestellten Bilder, sowie der Präsentation.
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