Die Stauden des Jahres seit 2000
Eine Aktion
Staude des Jahres ist eine Aktivität des Bund Deutscher
Staudengärtner im Zentralverband Gartenbau:
| Jahr |
Staude |
wissenschaftlicher Name |
| 2000 |
Fetthenne |
Sedum |
| 2001 |
Glockenblume |
Campanula |
| 2002 |
Astern |
Aster |
| 2003 |
Gartensalbei |
Salvia x memorosa |
| 2004 |
Storchschnabel |
Geranium |
| 2005 |
Anemone (Windröschen) |
Anemone nemorosa |
| 2006 |
Phlox (Flammenblume) |
Phlox |
| 2007 |
Der Ehrenpreis |
Veronica |
| 2008 |
Die Sonnenbraut |
Helenium |
| 2009 |
Die Funkie |
Hosta |
| 2010 |
Die Katzenminze |
Nepeta |
| 2011 |
Die Fetthenne |
Sedum |
| 2012 |
Der Knöterich |
Polygonum (und Aconogonon,
Bistorta, Fallopia, Persicaria) |
Der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) hat die Fetthenne (Sedum), zur
Staude des Jahres 2011 gewählt.
Pflegeleichte Dickhäuter für den Garten
Die Fetthenne (Sedum) wurde vom Bund deutscher Staudengärtner
(BdS) zur Staude des Jahres 2011 gewählt. Sie gehört zu den
pflegeleichten Pflanzen im Garten und fühlt sich an vielen
Standorten wohl. Der deutsche Name Fetthenne bezieht sich auf ihre
dickfleischigen Blätter. Sie dienen als Wasserspeicher und machen
die Pflanze zu einem Trockenheitsspezialisten, der auch auf
steinigen und mageren Böden gut gedeiht.
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Auch Hühner können von Sedum (Fetthenne) nicht genug
bekommen: Die stattliche Henne "Trude" sieht sich die Staude des
Jahres 2011 einmal ganz aus der Nähe an. |
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Die Fetthenne (Sedum) ist die Staude des Jahres
2011 |
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"Anspruchslosigkeit und Lebenskraft, vielseitige Verwendbarkeit,
Schönheit und Gesundheit sind die Eigenschaften von Sedum",
verrät Jan Weinreich, Staudengärtner aus Wolmirstedt. Diese
Eigenschaften machen Sedum zur idealen Pflanze für die
Dachbegrünung oder für den Steingarten. Aber auch Pflanze für Beete, in
der Grabgestaltung, für Töpfe oder im Staudenbeet sind Sedum
bestens geeignet.
Das Angebot der Staudengärtnereien reicht heute von teppichbildenden
Pflanzen, die nur wenige Zentimeter hoch werden, bis hin zu Arten, die
eine Höhe von bis zu 60 cm erreichen. Viele Sedum-Pflanzen ziehen
im Winter ein und tanken Kraft für die kommende Saison. Es gibt aber
einige Arten, die wintergrün sind und mit ihrem schönen Blattwerk auch
in der kalten Jahreszeit für Struktur und Attraktivität im Garten
sorgen. Sedum sind äußerst genügsam. Alle Fetthennen lieben die
Sonne und brauchen einen durchlässigen Boden. Sie kommen zum Teil sogar
mit halbschattigen Standorten zurecht. Einzig Staunässe vertragen die
Pflanzen nicht.
Strukturstarke Zwerge
Die Gattung Sedum umfasst rund 500 Arten, die vorwiegend in
nördlichen Breitengraden vorkommen. "Einige Arten sind schon seit langem
in unseren Gärten heimisch", berichtet Weinreich. "Es sind insbesondere
teppichbildende Arten, die auf Mauern und Dächern gesetzt wurden, um dem
Volksglauben nach vor Blitzschlag zu schützen", so der Experte. Ob hoch
oben auf dem Dach, als Unterpflanzung, in Töpfen oder im Steingarten -
die anspruchslosen kleinwüchsigen Sorten fühlen sich an sonnigen,
durchlässigen Standorten wohl und bilden dort dichte Kissen. Sie
zeichnen sich durch eine attraktive üppige Blüte und ihr farbenfrohes
Laub aus. Die ornamentalen Blattrosetten sind auch ohne Blüte eine
Zierde, da die Blattfarben je nach Art von Graugrün, Grün, Gelb über
Kupferrot bis hin zu einem silbrigen Farbton reichen können. Die Blüte
zeigt sich bei den meisten Sorten von Juni bis August in Weiß oder Gelb.
Die Sorte "Fuldaglut" (Sedum spurium) leuchtet sogar in
Karminrot. "Besonders beeindruckt mich die Robustheit der Pflanzen", so
Gärtner Björn Bofinger. Auch an trockenen oder sonnigen Standorten
bilden die Pflanzen zuverlässig schöne Blatt- und Blütenteppiche. Viele
kleinwüchsige Sedum färben sich im Herbst nochmals in attraktiven
Farben, so die Sorte "Coral Carpet" (Sedum album), die von Grün
zu einem intensiven Korallenrot wechselt und damit zusätzlich für eine
Farbe im herbstlichen Steingarten sorgt.
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Höherwüchsige Sedum-Vertreter eignen
sich wunderbar für Staudenbeete. Sie sind vom Austrieb über
die Blüte bis hin zum Samenstand attraktiv. Je nach Sorte
bilden sie von Juli bis Oktober 30 bis 60 cm hohe
Blütenschirme. "Die Züchtung hat die hohen Fetthennen
entdeckt", berichtet ein Sedum-Liebhaber. Mittlerweile gibt
es Sorten, die in kräftigem Rosarot, Weiß, Hellrot oder
leuchtend Dunkelrot blühen. Im Staudenbeet pflanzt man sie
gerne in kleinen Gruppen. |
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Die
grau-purpurnen Blätter von Sedum cauticola "Robustum"
schaffen schöne Strukturen in der Pflanzung. |
Besonders gut lassen sich hohe Sedum mit Pflanzen kombinieren,
die aufrechte Strukturen aufweisen. Diese bilden wunderbare
Kontraste zu den tellerförmigen Fetthennen-Blüten. Gräser wie
Federgras (Stipa) oder Reitgras (Calamagrostis) sind
geeignete Partner.
Zusammen mit Herbstastern, herbstblühenden Gehölzen oder
Zwergkoniferen zieren sie jeden Garten. Ebenfalls ein wertvoller
Spätblüher, der etwa 25 cm hoch wächst, ist die Sedum cauticola
"Robustum". Besonders schön ist die lang anhaltende karminrote Blüte
im September bis Oktober.
Die Sorte besitzt rötliche Triebe und blau bereifte, rötlich
geränderte Blätter. Im Herbst werden diese Fetthennen außerdem zum
Magneten für Schmetterlinge und andere Insekten. Auch die hohen
Sorten bevorzugen sonnige Standorte. Auf feuchten und zu stark
gedüngten Plätzen nimmt die Standfestigkeit
der Pflanzen ab. Auch nach der Blüte haben hohe Fetthennen eine
vornehme Wirkung: Mit Reif oder Schnee geziert, sorgen sie neben
Gräsern auch im Winter für ein edles Erscheinungsbild des Gartens.
Daher schneidet man die Blüten erst im Frühjahr zurück.
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Wussten Sie schon, dass...
Sedum eine Pflanze für "faule" Gärtner ist? Einmal gepflanzt,
wachsen sie ohne besondere Pflege an den extremsten Standorten
im Garten. |
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Sedum
ewersii ist eine niedrige Sedum-Art und eignet sich hervorragend
für Töpfe. |
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"Wenn sonst nichts mehr wächst, dann sollten Sie es noch einmal mit
Sedum probieren", rät Gärtner Björn Bofinger, der in seiner
Staudengärtnerei viele Sedum-Sorten heranzieht. Die pflegeleichten
Pflanzen begnügen sich mit dünnen Substratschichten und breiten sich an
den unwirtlichsten Stellen aus. Voraussetzung ist ein sonniger Standort.
Staunässe muss unbedingt vermieden werden, sonst faulen die
Pflanzenwurzeln. Aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit sind die Pflanzen
auch in Töpfen sehr empfehlenswert und dekorativ. "Wir haben mit
Fetthennen schon allerlei Gefäße bestückt, erzählt Bofinger. Sein
Gestaltungstipp: "Witzig sehen die attraktiven Dickhäuter zum Beispiel
in alten Schuhen, Töpfen oder Dosen aus". Auch ein alter Tisch, auf dem
eine dünne Erdschicht aufgebracht wird, kann als Plattform für den
Sedumauftritt dienen. Wichtig ist, dass der Wasserabzug gewährleistet
ist. Deshalb sollten alle Gefäße mit Löchern oder einer ausreichenden
Drainageschicht versehen werden. Dekorativ in Gefäßen sind vor allem die
kleineren Arten wie Sedum ewesii "Nanum" oder Sedum cauticola
"Robustum" mit silbergrauen, rötlich gerandeten Blättern.
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Besonders
gut lassen sich Sedum in Töpfen verwenden. Sie sind pflegeleicht,
äußerst genügsam und kommen auch mit unregelmäßigen Wassergaben sehr gut
zurecht.
Vielen Dank an Das Grüne Medienhaus, im Auftrag des Bund deutscher Staudengärtner
(BdS), für das Überlassen
der Texte und Bilder.
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