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Die Landschaften des Jahres seit 1989

Die "Landschaft des Jahres" wird seit dem Jahr 1989 jährlich (seit 1992 alle zwei Jahre) durch die Naturfreunde Internationale (NFI) ausgerufen, um auf die Gefährdung und Schönheit ausgewählter Landschaften aufmerksam zu machen.

Bisherige Landschaften des Jahres:

Jahr Landschaft
1989 Der Bodensee
1990 Der Neusiedler See
1991-1992 Region Eifel-Ardennen
1993-1994 Region Odermündung
1995-1996 Die Alpenregion
1997-1998 Die Maas-Region
1999-2000 Der Böhmerwald
2001-2002 Das alte Flandern
2003-2004 Das Lebuser Land
2005-2006 Jura - Arc jurassien
2007-2009 Das Donaudelta
2010-2011 Slowakischer Karst - Aggtelek Karst

Karst - Höhlen und mehr ...

Alle zwei Jahre wird eine europäische Grenzregion von hohem ökologischen Wert durch die Präsidentenkonferenz der Naturfreunde Internationale (NFI) zur "Landschaft des Jahres" erklärt, mit dem Ziel die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Landschaft zu lenken und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in der betroffenen Region beizutragen.
Die Landschaft des Jahres 2010/11 - Slowakischer Karst - Aggtelek Karst - befindet sich an der Grenze zwischen Nordungarn und der Südslowakei. Die Region befindet sich im größten Karstgebiet Zentraleuropas und ist Teil der südlichen Ausläufer der Kalkstein-Karpaten mit mehr als 1.200 Höhlen und einer beeindruckenden Landschaft.

Landschaft des Jahres

Neben einer Vielfalt an Ökosystemen birgt diese Landschaft eine reiche Flora - verschiedene Arten von Eichen- und Buchenwäldern, Steinsteppen und kalkhaltige Gesteinslandschaften im offenen Grasland.
Die unterirdischen Schätze der Natur, in anderen Worten, die Höhlen des Slowakischen und des Aggtelek Karst, wurden 1995 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Sie sind ein einzigartiger Lebensraum mit vielen seltenen und endemischen Arten. Im Jahr 2001 wurde das Baradla / Domica Höhlensystem zum Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention erklärt.

Sowohl der Slowakische Karst, als auch der Aggtelek Karst sind Biosphärenreservate und Nationalparks und bilden zusammen ein großes grenzübergreifendes Schutzgebiet. Allerdings bestehen nicht nur geografische Verbindungen: Diese grenzüberschreitende Region verbindet auch eine wechselhafte Geschichte, die zu engen kulturellen Verbindungen und zu einer Vielfalt von Kulturen und Sprachen geführt hat.

In Anbetracht der kürzlich kritischen politischen Lage zwischen Ungarn und der Slowakei, bietet die Landschaft des Jahres 2010/11 auch die Möglichkeit den grenzüberschreitenden Dialog zu verstärken und ein Zeichen für grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu setzen. Dabei soll nicht nur ein Sensibilisierungs- und Bewusstseinsbildungsprozess zum Schutz der Umwelt und der biologischen Vielfalt geschaffen werden, sondern vielmehr soll öffentliches Interesse auf europäischer Ebene geweckt werden.

In enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und den lokalen Akteuren, beabsichtigen die Naturfreunde einen langfristigen und grenzüberschreitenden Prozess einzuleiten, welcher die Erhaltung der vorherrschenden Vielfalt mit der Schaffung von lokalen Einkommensquellen verbinden soll.

Ziel des Projektes Landschaft des Jahres 2010/11 ist es, eine nachhaltige Regionalentwicklung zu initiieren und den Slowakischen Karst - Aggtelek Karst europaweit zu positionieren.


Vielen Dank an Frau A. Pinter und J. Tomko der Naturfreunde Internationale (NFI) für den Pressetext und das zur Verfügung gestellt Bild.


Möchten Sie mehr über die Arbeit der Naturfreunde Internationale (NFI) wissen, hier der Link zur Webseite - www.landschaftdesjahres.net/karst

 


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- letzte Aktualisierung: Dienstag, 14. Juni 2011 -
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