Die Kakteen des Jahres seit 2008
Seit 2008 wird der Kaktus des Jahres
ausgelobt. Eine Aktion der Deutschen Kakteen-Gesellschaft e.V. Pforzheim.
Es gibt nicht nur einen Vogel des Jahres, ein Unwort des Jahres
oder einen Truck des Jahres, es gibt auch einen Kaktus des Jahres. Jedes
Jahr verleiht die Deutsche Kakteen-Gesellschaft diesen Titel einem
Kaktus, der allgemein bekannt ist, pflegeleicht und bestens dafür
geeignet, das Hobby "Kakteensammeln" zu repräsentieren.
| Jahr |
Deutscher Name |
wissenschaftlicher Name |
| 2008 |
Goldkugelkaktus "Schwiegermuttersitz" |
Echinocactus grusonii |
| 2009 |
Königin der Nacht |
Selenicereus grandiflorus |
| 2010 |
"Bauernkaktus" |
Echinopsis eyriesii |
| 2011 |
Der "Blattkaktus" |
Epicactus |
| 2012 |
Der Seeigelkaktus |
Astrophytum asterias |
Der "Blattkaktus" wurde zum Kaktus des Jahres 2011 gekürt.
Es gibt nicht nur einen Vogel des Jahres, ein Unwort des Jahres oder
einen Truck des Jahres, es gibt auch einen Kaktus des Jahres. Jedes
Jahr verleiht die Deutsche Kakteen-Gesellschaft diesen Titel einem
Kaktus, der allgemein bekannt, pflegeleicht und bestens dafür
geeignet ist, das Hobby "Kakteensammeln" zu repräsentieren.
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Epikakteen (hierzulande oft auch "Phyllokakteen" genannt)
sind nicht nur bei ausgesprochenen Kakteensammlern zu finden.
Auch der "normale" Blumenliebhaber hat oft das eine oder andere
Exemplar dieser Pflanze im Garten oder auf der Terrasse stehen
und freut sich Jahr für Jahr über die Blütenpracht. |
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Epicactus-Hybride |
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Die Bezeichnung "Blattkaktus" ist eigentlich botanisch nicht korrekt, da
es sich bei dem abgeflachten Körper nicht um Blätter, sondern um die an
das Klima angepassten, flachen Sprosse der Pflanzen handelt. Aus den
Einkerbungen dieser Flachtriebe entwickeln sich die Blüten in allen
Farben. Nur Blau tritt nicht auf, da die hierfür benötigten Farbstoffe,
die Anthozyane, die bei anderen Blumen für blaue Blüten sorgen, bei den
Kakteen komplett fehlen.
Die Ausgangsformen dieser Kreuzungen sind in den Urwaldgebieten von
Mexiko bis Brasilien beheimatet, wo sie überwiegend als "Aufsitzer" (Epiphyten)
auf Bäumen wachsen. Als Anfang des 19. Jahrhunderts die ersten
Kreuzungen unter den damaligen Gattungen Nopalxochia und
Heliocereus durchgeführt wurden, war es nur möglich, Rottöne
hervorzubringen, da alle Elternpflanzen rot bzw. rosa blühten. Erst um
1840 kam das gelblich weiß blühende Epiphyllum crenatum nach
Europa, das dann die Farbpalette bei den Hybriden erheblich erweiterte.
In der Folgezeit wurden vermehrt Arten aus anderen Gattungen
eingekreuzt, u.a. der "Schlangenkaktus" Aporocactus flagelliformis
oder die "Königin der Nacht" Selenicereus grandiflorus, was
den Hybridzüchtern weitere Farbschattierungen und Blütenformen
einbrachte. Da inzwischen die ursprünglichen Epiphyllum-Arten nur
mehr in geringem Ausmaß an der Züchtung beteiligt sind, hat sich
international für diese Kakteen die Bezeichnung Epicactus
eingebürgert. In englischsprachigen Ländern heißen sie im Volksmund auch
"orchid cacti" (Orchideenkakteen), was die Wertschätzung der prächtigen,
oft bis weit über 20 cm großen Blüten beweist.
| In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt
Deutschland als das klassische Land der Hybriden-Züchtungen.
Dann verlagerte sich der Schwerpunkt nach Amerika (Kalifornien),
wo nach dem Krieg eine Unmenge von Kreuzungen durchgeführt
wurde, kurioserweise häufig mit ehemals deutschen Züchtungen als
Kreuzungspartner. Es entstanden Spezialgärtnereien mit einem
breit gefächerten Angebot, was die Leidenschaft für diese
Pflanzen auch in unserem Land wieder anfachte. Wie groß das
Interesse an diesen spektakulären Kakteen ist, sieht man daran,
dass bei der amerikanischen Zentralstelle bereits über 9000
Züchtungen registriert sind. Der interessierte Sammler findet
inzwischen auch bei uns ein großes Angebot, und Züchter aus
Deutschland, England und den Niederlanden sorgen ebenfalls
dafür, dass ständig neue, prächtige Blütenfarben und -formen
entstehen. |
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Die reinste
Blütenpracht |
Aufgrund ihrer Blütenpracht und ihrer weiten Verbreitung nicht nur
bei den Kakteensammlern wurden die "Blattkaktus-Hybriden" von den
Kakteen-Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum
"Kaktus des Jahres 2011" gewählt.
Vielen Dank an Herrn Rüdiger Baumgärtner von der Deutschen
Kakteengesellschaft für den Pressetext und die Bilder.
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