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Die Höhlentiere des Jahres seit 2009

Der Verband der Deutschen Höhlen- und Karstforscher wählte erstmals ein "Höhlentier des Jahres.

Jahr Höhlentiere wissenschaftlicher Name
2009 Höhlenflohkrebs Niphargus spec.
2010 Die Zackeneule Scoliopteryx libatrix
2011 Das Große Mausohr Myotis myotis
2012 Die Große Höhlenspinne Meta menardi

Die Große Höhlenspinne -  "Höhlentier des Jahres 2012".

Die Große Höhlenspinne Meta menardi (auch Höhlenkreuzspinne genannt, obwohl sie nicht wie die Kreuzspinne zur Familie der Radnetzspinnen, sondern zu den Kieferspinnen gehört) ist auf Grund ihrer Größe eine der auffälligsten Höhlenbewohner in unseren Breiten.
Die Tiere leben ganzjährig in Naturhöhlen, Bergwerkstollen und Felsenkellern. Diese Tatsache führte dazu, dass diese Spinnenart zum "Höhlentier 2012" gewählt wurde.

Die Große Höhlenspinne - Höhlentier des Jahres 2012 (Bildreferent: Klaus Bogon, Kassel)

Im Winter ziehen sich diese Tiere tiefer in das Höhleninnere zurück, um den sinkenden Temperaturen auszuweichen.

Höhlentier des Jahres 2012 - Die Große Höhlenspinne

Bild: Klaus Bogon, Kassel

Gleichzeitig mit der Wahl zum Höhlentier des Jahres wurde die Große Höhlenspinne auch zur "Europäischen Spinne des Jahres 2012" gewählt. Dies verdeutlicht die gute Zusammenarbeit zwischen den Höhlenbiologen und den Spezialisten, für die in Höhlen lebenden Artengruppen. Die Spinnenforscher (Arachnologen) sind dabei auf die Ortskenntnisse und Techniken der Höhlenforscher (Speläologen) angewiesen, um Erkenntnisse zu den Arten in unterirdischen Lebensräumen zu erhalten.

Die Körperlänge der Großen Höhlenspinne beträgt beim Männchen bis 13 mm, beim Weibchen 17 mm. Die Spinne lebt in unterirdischen Höhlen, Kellern, Bergwerksstollen und im Inneren von Blockhalden mit mittlerer Feuchtigkeit, bei konstanten Temperaturen ab 7 Grad Celsius. Die Spinne erreicht ein Alter von 2 bis 3 Jahren, anders als die meisten einheimischen Spinnen, die nur ein Jahr leben.

In Anbetracht der dauernd niedrigen Temperaturen ist ihre Entwicklungs- und Wachstumsgeschwindigkeit gering.

Bei der Erforschung der unterirdischen Ökosystem besteht großer Handlungsbedarf (Bildreferent: Klaus Bogon, Kassel)
Klaus Bogon, Kassel

Die Höhlenspinne Meta menardi an der Höhlenwand

Meta menardi ist geographisch weit verbreitet. Sie besiedelt unterirdische Hohlräume in der gesamten Paläarktis mit Ausnahme von Japan. In Mitteleuropa findet man die Spinne zumeist im Bergland, besonders häufig in großen Karstgebieten wie der Fränkischen oder der Schwäbischen Alb.

Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. will mit der Wahl des Höhlentieres darauf hinweisen, dass gerade bei der Erforschung der unterirdischen Ökosysteme und der darin vorkommenden Arten noch ein enormer Handlungsbedarf besteht.

Herzlichen Dank an Frau Bärbel Vogel, Ramsau, vom Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. für den Pressetext, sowie Herrn Klaus Bogon, Kassel,  für die Bilder.

Möchten Sie mehr vom Verband Deutscher Höhlen- und Karstforscher wissen: Das können Sie, wenn Sie hier klicken: www.hoehlentier.de
 



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- letzte Aktualisierung: Montag, 02. April 2012 -
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