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Die Gemüse / Kulturpflanzen des Jahres seit 1999
Eine Aktion des Vereins zur Erhaltung der Nutzenpflanzenvielfalt (VEN)
Durchgeführt seit dem Jahre 1999:

Jahr Gemüse wissenschaftlicher Name
1999 Puffbohne Vicia faba
2000 Gartenmelde Atriplex hortensis
2001

Tomate

Lycopersicon esculentum
2002 Flaschenkürbis, Kalebasse Lagenaria siceraria
2003 Kartoffel Solanum tuberosum
2004 Körnerbohne
Da die Nutzung der Kerne der Bohnensorten weitgehend in Vergessenheit geraten ist.
Gattung: Phaseolus
2005 Zichorie Cichorium intybus
2006 Kopfkohl Brassica oleracea
2007 / 2008 Gartensalat  
2009 / 2010 Erbse  
2011 / 2012 Pastinake Pastinaca sativa

Um den Aufschwung der Pastinake zu unterstützen, kürte der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN) zum Gemüse des Jahres 2011. Dass der Titel ausgerechnet dieses Jahr an die Pastinake ging, ist kein Zufall: Schließlich trägt der Verein, der 2011 sein 25-jähriges Bestehen feiert, die Wurzel in seinem Logo.
 

Pastinake: Das Gemüse 2011

Lang ist es her, da galt dieses Wurzelgemüse hierzulande noch als wichtigstes Grundnahrungsmittel: Die Pastinake (Pastinaca sativa).
In Mitteleuropa ist sie seit der Einführung von Möhre und Kartoffel fast ein wenig in Vergessenheit geraten. Die Pastinake ist ein robustes Wurzelgemüse, das man bereits im März aussäen kann. Am besten an einen sonnigen, offenen Standort. Die Samen kommen im Abstand von zehn Zentimeter etwa zwei Zentimeter tief in die Erde.

An den Boden stellen Pastinaken kaum Ansprüche. Nur tiefgründig und nährstoffreich sollte er sein, damit die Pflanze optimale Rüben bilden kann. Botanisch gehört die Pastinake zur Familie der Doldenblütler und ist eng verwandt mit der Möhre. Bei beiden Kulturen gilt es, regelmäßig Unkraut zu jäten, damit die Keimlinge nicht überwuchert werden. Größere Pflanzen benötigen dann weniger Pflege. Ihr Laub ist üppiger und hält die Konkurrenz von alleine in Schach.

Ein hoher Gehalt an Stärke und Zucker macht die sogenannte "Germanenwurzel" besonders nahrhaft, ätherische Öle sorgen für einen süßen und würzigen Geschmack. Dennoch konnte sich die weiße Rübe in den deutschen Küchen ab dem 18. Jahrhundert nicht gegen Kartoffel und Möhre durchsetzen.
Im Gegensatz zu England und Frankreich wo die Pastinake schon immer einen festen Platz auf der Speisekarten einnahm, tritt sie bei uns erst in den letzten Jahren aus dem Schatten ihrer Konkurrenten. Vor allem Biobauern holten die Wurzel in ihre Beete und damit in unsere Küchen zurück - ob als Gemüse, Suppe, Salat oder Babybrei.

Ernte
Von der Aussaat bis zur Ernte dauert es vier bis fünf Monate. Es sollte aber schon ein leichter Frost über die Rüben gegangen sein. Das macht ihnen nichts aus, im Gegenteil: die Rüben bauen dann besonders viel Süße und Aroma auf. Die Rüben enthalten Vitamin C und E, außerdem Calcium und Kalium. Der Verzehr der Pastinake soll harntreibend und appetitanregend wirken.

Samen für das nächste Jahr
Für die Aussaat im folgenden Jahr kann man die Samen der Pastinake ernten, sobald sie braun werden. Meist kann man aber gar nicht alle Samen für die nächste Aussaat gebrauchen. Die kann man in einer Pfanne rösten, zermahlen und zum Würzen deftiger Speisen verwenden.

Steckbrief Pastinake
Familie: Apiaceae - Doldenblütler
 
Herkunft: Wildform in Europa verbreitet.
Wuchs: zweijährige, krautige Pflanze, 30-120 cm hoch.
Blüte: im zweiten Jahr, gelbe Kronblätter, Juli bis September.
Standort: lehmige, tiefgründige Humusböden, frosthart, wie alle Doldenblütler nur alle 4 bis 5 Jahre auf demselben Feld anbauen.
Vermehrung: Aussaat



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- letzte Aktualisierung: Mittwoch, 09. November 2011 -
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